Review "Vitium" by Rising Darkness Magazine
DEAD ALONE haben sich inzwischen zu einer guten Größe in der Münchner Metal-Szene gemausert und legen jetzt schon die dritte und zugleich schwächste
Veröffentlichung vor. Das ist aber kein Grund zur Panik; dass Album ist immer noch recht gut, nur eben etwas uninteressanter als die Vorgänger. Das
liegt hauptsächlich an den, auf die Dauer zu eintönigen und zu langweiligen Riffs und die Verbindung der einzelnen Lied-Teile untereinander, die
eher Demo-Niveau haben und einem drittem Album nicht gerecht werden. Dadurch entsteht dann auch nicht die Atmosphäre, die besonders den Vorgänger
“Phobia” ausgezeichnet hat. Das erreichen Dead Alone erst ab dem 8-minütigen “Scars”, das der Höhepunkt dieser CD ist und zeigt, dass die Band sehr
wohl weiß wie es geht. Ebenso den richtigen Weg schlägt das folgende “Inside The Void” ein, das endlich mal schön aggressiv ankommt. “Catharsis”
danach hält auch noch mit und erinnert mich sogar etwas an Hypocrisy. Anschließend geht es ähnlich Hypocrisy-mäßig weiter, schwächelt aber dann
schon wieder etwas. Die zweite Album-Hälfte bleibt aber interessanter als die erste. Da haben DEAD ALONE einfach die besseren Ideen verarbeitet, den
Death Metal auch mal mutig zurückgeschraubt und, z. B., etwas mehr Doom eingebracht. Ich denke, das ist der richtige Weg für DEAD ALONE, auf dem sie
sicher noch für manche Überraschungen gut sind.
Die beste Entwicklung hat der Gesang hinter sich, der auf “Vitium” wirklich gut klingt und auch Ausdrucksstärke zeigt. Gelungen sind auch Sound
und Aufmachung. Besonders letztere ist vorbildlich.
4 / 7 Punkte
by Achim
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